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Juni 18, 2026

Digital Nomad, LinkedIn Marketing, Nomaden in Deutschland, Positionierung, Remote Work
BSM Stina Amke Folge 15

Zusammenfassung mit einem Klick


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Nomaden in Deutschland: Webdesign, Positionierung & Remote-Erfolg

Nomaden in Deutschland und weltweit stehen vor einer gemeinsamen Herausforderung: Wie baut man ein stabiles Business auf, wenn man nirgendwo fest verwurzelt ist? Stina hat genau das geschafft. Als Digital Nomad in Indonesien hat sie innerhalb von zwei Jahren 35 Kunden gewonnen – fast alle aus dem deutschsprachigen Raum. Was hinter diesem Erfolg steckt, ist weniger Zufall als Strategie: klare Positionierung, LinkedIn als Kanal und die Bereitschaft, einfach anzufangen.


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Ohne Plan ausgewandert – und plötzlich Unternehmerin

Stinas Geschichte beginnt klassisch unklassisch. Nach dem Bachelorstudium wollte sie reisen, surfen lernen und irgendwo ankommen. Kein Master, kein Job, kein fester Plan. Erst zwei Wochen Indonesien, dann zwei Monate, dann die Entscheidung: Hier will ich leben.

Was mich an ihrer Geschichte direkt gepackt hat, ist die Reihenfolge der Dinge. Sie ist nicht ausgewandert, weil sie ein fertiges Business hatte. Sie hat ein Business aufgebaut, weil sie ausgewandert ist und Geld brauchte. Dieser Unterschied klingt nach Detail, ist aber eigentlich ein kompletter Mindshift.

Wie Stina es beschrieben hat:

„Ich habe meinen Job gekündigt und war dann so: okay, was mache ich jetzt eigentlich? Ich habe keinen Job und kann ja hier nicht einfach ins nächste Café gehen und kellnern.“

Von der Kündigung bis zu den ersten zwei Kunden vergingen vier Wochen. Nicht weil sie einen perfekten Plan hatte, sondern weil sie einfach angefangen hat. Webdesign hatte sie vorher nie gemacht. Ihre ersten Projekte waren für Freunde und kostenlos. Dann kam ein Netzwerk-Event auf Bali, ein Gespräch kurz vor dem Weggehen – und plötzlich die erste zahlende Kundin.

Heute, nach knapp zwei Jahren, hat Stina 35 Kunden betreut. Fast alle aus dem deutschsprachigen Raum, fast alle Fotografinnen. Ein Paradebeispiel dafür, was möglich ist, wenn Nomaden in Deutschland und Europa ihre Zielgruppe gezielt ansprechen.


Warum Fotografinnen? Die Kraft einer klaren Zielgruppe

Das ist genau die Frage, die ich ihr gestellt habe. Und die Antwort war für mich einer der praxisrelevantesten Momente im ganzen Gespräch.

Stina hat sich nicht von Anfang an auf Fotografinnen spezialisiert. Das hat sich entwickelt. Aber irgendwann hat sie die Entscheidung bewusst getroffen, sich klar zu positionieren. Und seitdem zieht sich alles durch: Website, LinkedIn-Content, Newsletter, Angebote.

Was mich dabei besonders beschäftigt hat, ist ihr Blick auf das, was bei Fotografen-Websites immer wieder schiefläuft:

„Stell dir vor, Aldi schickt dir sonntags zwei Prospekte. In einem stehen die Produkte, im anderen die Preise. Du musst dir selbst zusammensuchen, was was kostet. Genau das machen viele Fotografinnen auf ihrer Website.“

Angebot auf einer Unterseite, Preise auf einer anderen, Rezensionen noch mal woanders. Wer soll da noch anfragen? Das ist kein Kleinigkeit, das ist Conversion-Killer Nummer eins. Und der Grund dafür ist meistens derselbe: Man schaut, was andere machen, kopiert es und übernimmt dabei unbemerkt auch deren Fehler.

Das kenne ich aus dem SEO-Bereich zu gut. Wer nur schaut, was andere ranken, ohne zu verstehen warum, macht am Ende die gleichen strukturellen Fehler.


Digital Nomad Deutschland: LinkedIn als Kundenkanal

Für viele, die als Digital Nomad aus Deutschland heraus arbeiten, stellt sich dieselbe Frage: Welcher Kanal funktioniert wirklich, wenn man kein lokales Netzwerk hat? Stinas Antwort ist eindeutig: LinkedIn.

Sie postet seit genau zwei Jahren, heute bis zu fünfmal die Woche. Aber was mich interessiert hat: Hat sie das von Anfang an strategisch geplant?

Nein. Und das ist vielleicht genau der Grund, warum es funktioniert hat.

Sie hat am Anfang einfach aus ihrem Leben gepostet. Indonesien, Surfen, Alltag. Ohne Produkt, ohne Zielgruppe, ohne Positionierung. Und trotzdem hat das eine Community aufgebaut, weil sie eine Sache von Anfang an richtig gemacht hat: Sie war nahbar.

Wie sie es formuliert hat:

„Webdesigner gibt es wie Sand am Meer. Eine Stina gibt es dann schon nicht mehr ganz so viele. Und wenn die auch noch Webdesignerin ist und auf Bali lebt, na dann.“

Personal Branding ist nicht die Sammlung von Buzzwords, die du auf dein Profil schreibst. Es ist, ob die Leute das Gefühl haben, dich zu kennen, bevor sie dich anfragen.

Aber, und das war mir auch wichtig im Gespräch: Irgendwann reicht das allein nicht mehr. Stina hat selbst erzählt, dass sie nach einem halben Jahr gemerkt hat, dass viele ihr zwar folgten, aber nicht wussten, was sie eigentlich verkauft.

Ihre Lösung war einfach: eine Mischung. Drei Posts pro Woche zu Strategie und Fachthemen, zwei Posts pro Woche zu persönlichen Einblicken. Das klingt banal, ist aber für viele der entscheidende Schritt – gerade für Nomaden in Deutschland, die ihre Kunden nicht persönlich treffen.


Was eine Website wirklich bringen muss

Hier wird es als Berater richtig interessant. Stina macht Webdesign, ja. Aber sie hat im Gespräch klar gesagt, dass der eigentliche Kern ihrer Arbeit woanders liegt.

Das sind die drei Punkte, die ich mir direkt notiert habe:

  • Positionierung zuerst. Wer bist du, für wen, zu welchem Preis, mit welchem Versprechen?
  • Zielgruppe konkret. „Familien“ ist keine Zielgruppe. Welche Familien, mit welchem Budget, mit welchem Problem?
  • Strategie vor Design. Eine schöne Website auf schwachem Fundament bringt keine Kunden.

Wie Stina es gesagt hat:

„Ich kann kein schönes Dach auf ein Haus setzen, wenn das Fundament darunter wegrutscht.“

Das ist so simpel, dass man fast drüber hinweglesen könnte. Aber ich kenne das Muster aus eigener Erfahrung im SEO: Viele investieren in sichtbare Dinge, bevor die Basis stimmt. Rankings ohne Struktur, Design ohne Strategie, Content ohne Ziel. Das Ergebnis ist immer das gleiche.

Stina arbeitet deshalb heute bewusst an dem Punkt, an dem die meisten Webdesigner gar nicht anfangen: Beim Angebot, beim Alleinstellungsmerkmal, bei der Frage, was genau auf der Website passieren soll, bevor eine Zeile Code geschrieben wird.


KI, Vibecoding und warum Erfahrung nicht ersetzbar ist

Wir haben auch kurz über das Thema KI gesprochen. Stinas Haltung dazu ist erfrischend klar:

„KI weiß nicht, was bei meinen 35 Kunden funktioniert hat und was nicht. Das weiß ich. Und solange das so ist, kann sie mich nicht ersetzen.“

Das trifft den Punkt. Ein Sprachmodell lernt aus dem, was im Netz existiert. Wenn also alle Fotografen-Websites Angebot und Preise trennen, denkt die KI irgendwann, das sei die richtige Methode – weil einfach alle so machen. Erfahrung aus echten Projekten, mit echten Zahlen und echten Ergebnissen, hat kein Modell.

Ich habe in meiner Arbeit oft genau dieses Problem. Kunden kommen mit KI-generierten SEO-Strategien, die auf den ersten Blick logisch klingen, aber in der Praxis an der konkreten Branche oder Zielgruppe vorbeigehen. Weil eben der Kontext fehlt.

KI ist ein guter Sparringspartner. Aber der Plan muss von dir kommen.


Als Digital Nomad Deutschland steuerlich und rechtlich verlassen

Ein Teil des Gesprächs war definitiv nicht Marketing, aber trotzdem relevant für viele, die diesen Weg gehen wollen – und besonders für Nomaden in Deutschland, die überlegen, ihren Wohnsitz aufzugeben.

Was ich daraus mitgenommen habe:

  • Wer länger als sechs Monate nicht in Deutschland lebt, muss sich dort abmelden.
  • Ein Unternehmen in Deutschland zu haben, macht nach der Abmeldung wenig Sinn.
  • Die rechtliche Struktur hängt stark vom Land ab. In Indonesien kann man als Ausländerin kein lokales Online-Unternehmen gründen.
  • Steuern in Indonesien sind deutlich niedriger als in Deutschland.

Stina hat dabei auch klar gesagt, dass sie all das sehr offen kommuniziert. Wer damit ein Problem hat, ist einfach nicht ihr Kunde. Das ist eine gesunde Haltung – und eine, die viele Nomaden in Deutschland sich öfter erlauben sollten.


Was ich aus diesem Gespräch mitgenommen habe

Das war eine dieser Unterhaltungen, bei denen ich zwischendurch kurz innehalten musste, weil etwas direkt Klick gemacht hat.

Für mich persönlich waren das drei Momente:

1. Positionierung ist kein Luxus, sondern Grundlage.
Egal ob Webdesign oder SEO: Wer nicht klar sagt, für wen er arbeitet und warum das Angebot besser ist, verliert Kunden, bevor er sie überhaupt erreicht hat.

2. Nahbarkeit schlägt Perfektion.
Stinas LinkedIn-Erfolg basiert nicht auf perfekten Texten oder einer ausgefeilten Content-Strategie von Anfang an. Er basiert darauf, dass sie einfach sie selbst war. Das klingt nach Klischee, ist aber in der Praxis schwerer als man denkt.

3. Weniger Angst, mehr Machen.
Ihr Rat zum Auswandern gilt meiner Meinung nach auch für viele andere Entscheidungen: Was ist das wirklich Schlimmste, was passieren kann? Meistens ist das viel weniger schlimm als man vorher denkt.


Fazit: Was Nomaden in Deutschland von Stinas Weg lernen können

Wenn du im Bereich Webdesign, Positionierung oder Personal Branding unterwegs bist, hör dir diese Folge an. Stina ist jemand, dem man gerne zuhört, weil sie nicht so tut, als hätte sie alles von Anfang an perfekt gemacht. Und genau das macht ihre Learnings so wertvoll.

Egal ob du als Nomade in Deutschland noch lebst oder bereits den Schritt ins Ausland gemacht hast: Das Prinzip ist dasselbe. Klar positionieren, konsequent kommunizieren, anfangen bevor alles perfekt ist.

Die ganze Folge findest du hier:
Behind the Scenes in Marketing, Folge 15 mit Stina auf YouTube

Und wenn du mehr von Stina sehen willst:
webdesignmitstina.de


FAQ: Nomaden in Deutschland und der Weg ins Remote Business

Was müssen Nomaden in Deutschland beachten, bevor sie auswandern?
Wer plant, länger als sechs Monate im Ausland zu leben, muss sich in Deutschland abmelden. Damit entfällt auch die Pflicht zur deutschen Steuererklärung – aber auch der Zugang zu Sozialleistungen. Ein lokales Unternehmen in Deutschland parallel zu führen, ist nach der Abmeldung in den meisten Fällen nicht sinnvoll. Empfehlenswert ist eine rechtliche und steuerliche Beratung vor dem Schritt.

Wie funktioniert das Modell Digital Nomad Deutschland für Freelancer?
Viele Freelancer, die als Digital Nomad aus Deutschland stammen, behalten ihre deutschen Kunden und nutzen LinkedIn als primären Akquisekanal. Stina ist ein gutes Beispiel: Sie lebt auf Bali, arbeitet für deutschsprachige Fotografinnen und hat ihr Unternehmen in den USA gegründet. Der Schlüssel ist eine klare Positionierung und ein konsistenter Online-Auftritt.

Wie gewinnt man als Nomade deutsche Kunden ohne physisches Büro?
Über Vertrauen und Sichtbarkeit. Stina hat gezeigt, dass regelmäßiger, persönlicher Content auf LinkedIn ausreicht, um 35 Kunden zu gewinnen – ohne Ads, ohne Kaltakquise. Entscheidend ist, dass potenzielle Kunden das Gefühl haben, die Person hinter dem Angebot zu kennen.

Warum reicht eine schöne Website für Nomaden in Deutschland nicht aus?
Weil Design ohne Strategie keine Kaufentscheidungen auslöst. Wer Angebot, Preise und Referenzen auf verschiedene Unterseiten verteilt, verliert Interessenten bereits beim ersten Besuch. Die Website muss eine klare Struktur haben, die zum Anfragen führt – das ist unabhängig davon, ob man als Nomade arbeitet oder nicht.

Was sind die größten Fehler beim Start als Digital Nomad aus Deutschland?
Fehlende Positionierung, kein klares Angebot und zu viel Fokus auf Perfektion vor dem Start. Stinas Weg zeigt: Man muss nicht alles fertig haben, um anzufangen. Vier Wochen nach der Kündigung hatte sie ihre ersten zwei Kunden – ohne fertige Website, ohne Strategie, ohne LinkedIn-Präsenz. Wer wartet, bis alles perfekt ist, wartet meistens zu lang.

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Antonio Blago

Hi, ich bin Antonio. Ich optimiere SEO datengetrieben mit Python, Verkaufspsychologie und meinem Neuro-SEO System®. So verstehe ich, wie Käufer ticken, und entwickle gezielte Strategien für mehr Sichtbarkeit. Auf YouTube, LinkedIn und Instagram teile ich regelmäßig praxisnahe Anleitungen, Insights und aktuelle SEO-Tricks. Abonniere gern meine Kanäle und bleib immer auf dem neuesten Stand.

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