Wer KI im Content Marketing ignoriert, verliert. Traffic bricht ein, Affiliate-Einnahmen sinken, und KI-Tools wie ChatGPT beantworten Nutzerfragen direkt, ohne Umweg über eine Website. Ich habe mich mit Jannik Lindner zusammengesetzt, um genau darüber zu sprechen. Jannik ist seit 2016 im SEO-Bereich aktiv und hat mehrere KI-Softwareprojekte mitgegründet. Seine Analyse trifft nicht nur Publisher, sondern jeden, der digitales Marketing betreibt.
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Vom Affiliate-Publisher zum KI-Gründer: Janniks Weg
Jannik startete 2016 als Affiliate-Marketer und digitaler Nomade. 2018 gründete er zusammen mit zwei Partnern die Global Commerce Media GmbH, die Affiliate-Projekte betreute, mit Publishern und E-Commerce-Marken zusammenarbeitete und über viele Jahre stabile, planbare Einnahmen generierte.
Zur Podcast-Folge:
Das Modell hat lange gut funktioniert. Dann fing der Wind an zu drehen, spätestens Anfang 2024.
„Das Geschäftsmodell war eigentlich sehr dankbar, weil du sehr planbare Einnahmen hattest – sehr stabil. Aber dann war irgendwann klar, dass das ein begrenztes Geschäftsmodell ist, was jetzt nicht mehr auf Dauer funktioniert.“
— Jannik Lindner
Was zunächst wie ein vorübergehendes Tief aussah, war in Wirklichkeit eine dauerhafte Verschiebung. Die organischen Einnahmen über Google sanken kontinuierlich, während die Einnahmen über Amazon-internes Publishing kurzzeitig stiegen, bevor auch das nicht mehr ausreichte.
Warum die Affiliate-Marketing-Zukunft ungewiss ist
Jannik beschreibt keinen einzelnen Auslöser, sondern ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren, das klassisches Affiliate-Publishing heute so schwierig macht. Die Affiliate-Marketing-Zukunft hängt davon ab, wie schnell Publisher umdenken.
1. Große Verlagshäuser drängen in den Markt
Medien wie FAZ oder Süddeutsche Zeitung sind in das Affiliate-Game eingestiegen und werden von Google im organischen Ranking bevorzugt. Kleine und mittelgroße Publisher können mit dieser Autorität schlicht nicht mithalten.
2. KI generierter Content überschwemmt den Markt
Mit dem Aufkommen von GPT-3 und seinen Nachfolgern wurde es möglich, in kurzer Zeit enorme Mengen an Content zu produzieren. Das klang zunächst nach einer Chance für KI im Content Marketing, erwies sich aber schnell als Problem.
„Unser Geschäftsmodell war ja im Prinzip Content. Deswegen dachten wir, vielleicht kann man da drüber noch was rausholen. Aber das hat halt eigentlich nicht wirklich funktioniert.“
— Jannik Lindner
Die Qualität generischer KI-Texte reichte nicht aus, um sich zu differenzieren. Gleichzeitig sank der Wert von informationalem Content insgesamt. KI generierter Content ohne echte Expertise ist heute eine Commodity, kein Wettbewerbsvorteil.
3. KI und SEO verändern das Nutzerverhalten grundlegend
Wer heute eine Frage hat, bekommt sie in ChatGPT oder im Google AI Mode direkt beantwortet, personalisiert und ohne Umweg über eine Drittwebsite. Das Zusammenspiel von KI und SEO verändert damit den zentralen Mechanismus, auf dem klassische Publisher-Modelle beruhen.
Das eigentliche Problem: Kein tragfähiges Geschäftsmodell
Eines der schärfsten Argumente, die Jannik gebracht hat, trifft viele Publisher mitten ins Mark:
„Bei vielen Publishern fehlt halt oft so ein bisschen das Geschäftsmodell hinten dran. Du hast halt einfach nur diese Werbeeinnahmen – aber da muss man schon sehr sehr groß sein, damit sich das rechnet.“
— Jannik Lindner
Wer ausschließlich auf Display-Werbung oder einfache Affiliate-Links setzt, sitzt auf einem wackligen Fundament. Sobald der Traffic sinkt, und das kann schnell gehen, bricht das gesamte Geschäftsmodell weg.
Was Publisher stattdessen in Betracht ziehen sollten
Jannik und ich haben mehrere Alternativen diskutiert, die strukturell stabiler sind:
- Membership-Modelle und Paid Content: Zugang zu Premium-Inhalten gegen eine monatliche Gebühr schafft planbare, vom Traffic unabhängige Einnahmen.
- Nischen-Expertise konsequent aufbauen: Brancheninsider-Wissen, das keine KI replizieren kann, echte Erfahrungsberichte, Primärquellen, exklusive Daten.
- Kooperationen und Listing-Platzierungen: Da KI-Systeme wie ChatGPT zunehmend auf externen Quellen und Empfehlungslisten basieren, entsteht ein neuer Markt für gut positionierte, glaubwürdige Listings und redaktionelle Erwähnungen.
- Community-Aufbau: Eine loyale Leserschaft, die aktiv auf die Website zurückkommt, ist deutlich wertvoller als anonymer SEO-Traffic.
Content Marketing KI: Das Top-10-Modell ist ein Auslaufmodell
Im Bereich Content Marketing KI gilt ein jahrelang bewährtes Muster heute kaum noch: ein Keyword nehmen, die Top-10-Ergebnisse analysieren, die Struktur übernehmen und versuchen, etwas „etwas Besseres“ zu schreiben.
„Am Ende ist es trotzdem immer nur SEO-Content. Bei meinem eigenen Browserverhalten sehe ich, es gibt Domains, auf die ich aktiv zurückgehe, weil ich weiß, die haben etwas Neues veröffentlicht – aber das sind die wenigsten.“
— Jannik Lindner
Das Problem: Dieser Ansatz produziert austauschbaren Content, der weder echten Mehrwert bietet noch eine Lesergemeinschaft aufbaut. In einer Welt, in der KI informationalen Content in Sekunden generiert, ist Austauschbarkeit das größte Risiko.
Was stattdessen zählt:
– Originäre Perspektiven und echte Expertise
– Inhalte, die auf spezifische Personas und deren tatsächliche Bedürfnisse zugeschnitten sind
– Transaktionaler Content, der kurz vor der Kaufentscheidung ansetzt
– Content, der regelmäßig aktualisiert wird und auf aktuelle Entwicklungen eingeht
Vibe-Coding: Wie Jannik den Sprung in die Software-Welt schaffte
Jannik hatte früh erkannt, dass er sich neu aufstellen musste, und er hat einen ungewöhnlichen Weg gewählt: Er fing an zu programmieren. Ohne Vorkenntnisse. Mit KI als Sparringspartner.
Was ist Vibe-Coding?
Vibe-Coding bezeichnet einen Entwicklungsansatz, bei dem auch Nicht-Entwickler mithilfe von KI-Tools wie Claude, Cursor oder ChatGPT funktionsfähigen Code erstellen, ohne tiefe Programmierkenntnisse zu besitzen. Der Begriff ist bewusst informell: Man „fühlt sich rein“ in das Bauen von Software, statt es nach Lehrbuch zu erlernen.
Jannik begann mit kleinen WordPress-Plugins, die er selbst brauchte. Er kopierte Dateien in ChatGPT, formulierte Anforderungen und ließ den Code generieren.
„Das hat mir so viel Spaß gemacht und es hat auch wirklich funktioniert. Ich habe gemerkt: KI ist für mich der ideale Sparringspartner, weil ich im eigenen Tempo lernen kann und so viele Rückfragen stellen kann, wie ich will.“
— Jannik Lindner
Heute arbeitet Jannik mit Next.js, React und JavaScript, einem modernen, SEO-freundlichen Tech-Stack, und hat das Frontend seiner aktuellen Software-Projekte selbst gebaut.
Die Kombination aus SEO-Know-how und Entwicklungswissen
Janniks SEO-Hintergrund ist dabei ein entscheidender Vorteil. Das hat er im Gespräch sehr klar auf den Punkt gebracht:
„Der klassische Entwickler ist technisch sehr gut, aber dem fehlen die SEO-Basics. Dann passieren Fuckups: keine Canonical-Tags gesetzt, interne Verlinkung nicht optimal. Diese Sachen kann ich selber – ich weiß, wie ich sie besser mache.“
— Jannik Lindner
Diese Kombination aus technischem Verständnis und SEO-Expertise ist auf dem Markt selten, und entsprechend wertvoll.
Rawshot: Ein KI-Fotostudio für Fashion-Brands
Das aktuell größte Projekt, an dem Jannik arbeitet, heißt Rawshot, ein KI-gestütztes Fotostudio speziell für Fashion-Brands und E-Commerce-Händler. Es zeigt exemplarisch, wie KI im Content Marketing konkrete Geschäftsprobleme löst.
Das Problem, das Rawshot löst
Produktfotos sind für Online-Shops essenziell, aber klassische Fotoshootings sind teuer, zeitaufwendig und rechtlich komplex. Bildrechte, Modelverträge, begrenzte Verwendungslizenzen: Ein kleiner Shopbetreiber mit zwei, drei Mitarbeitern kann sich das kaum leisten.
Rawshot ermöglicht es, Produkte aus dem eigenen Katalog an KI-generierten Avataren in verschiedenen Posen und Settings zu visualisieren, ohne echtes Fotoshooting.
Was Rawshot von DIY-Lösungen unterscheidet
Ein zentrales Designprinzip: Kein Prompting durch den Nutzer. Die komplexen Prompts laufen vollständig im Backend ab.
„Was uns ausmacht, sind die Prompts – da ist eigentlich die meiste Arbeit reingeflossen. Du hast natürlich Sachen beim Prompting, dass dann Widersprüche entstehen. Das passiert einfach, wenn du dir selbst Workflows zusammenbaust.“
— Jannik Lindner
Nach zwei Wochen Live-Betrieb hat Rawshot bereits 180 Subscriptions gewonnen. Technisch basiert Rawshot auf Googles Imagen-Modell (Nano), das zuletzt erhebliche Qualitätssprünge gemacht hat.
KI und SEO im Unternehmensalltag: Ein pragmatischer Ansatz
Nicht nur Publisher und SEOs stehen vor der Frage, wie sie KI und SEO sinnvoll integrieren. Was Jannik in seiner Beratungstätigkeit immer wieder sieht, hat mich ehrlich gesagt überrascht:
„Erstaunlicherweise ging es in meinen Beratungen oft noch um ganz klassisches SEO – wie macht man eine Keyword-Recherche. Das Thema KI kam von den Unternehmen selber kaum proaktiv.“
— Jannik Lindner
Empfehlungen für den KI-Einstieg im Unternehmen
1. Eine interne Ansprechperson benennen
Es braucht jemanden, der das Thema proaktiv auf die Agenda setzt, ob Geschäftsführer, Head of Marketing oder ein engagierter Mitarbeiter.
2. Klein anfangen, nicht perfekt starten
Texte mit KI vorproduzieren, ein Claude-Projekt anlegen, erste Workflows testen. Das muss kein komplexes System sein.
3. Workshop-Format nutzen
Ein strukturierter Workshop schafft gemeinsames Verständnis und identifiziert konkrete Use Cases für KI im Content Marketing.
4. Datenschutz nicht als Ausrede nutzen
Das Thema DSGVO ist real, sollte aber kein Stopper sein. Anonymisierte Beispieldaten ermöglichen produktiven KI-Einsatz ohne rechtliche Risiken.
„Datenschutz darf halt nicht der Grund sein, dass man Sachen nicht tut. Wenn du es nie ausprobierst, hast du irgendwann ein Problem.“
— Jannik Lindner
Google AI Mode SEO: Die Chance, die viele verpassen
An dem Punkt wurde es wirklich spannend. Jannik hat eine These zur Google AI Mode SEO und zur Zukunft der SEO-Branche geäußert, die polarisiert. Er unterscheidet zwischen zwei Gruppen:
Die „alten Hasen“ halten an bewährten Playbooks fest, argumentieren mit Traffic-Zahlen und Klickraten und erklären GEO für irrelevant.
Die Umdenker erkennen, dass sich die Spielregeln grundlegend geändert haben, und sehen darin eine Chance.
Was GEO bedeutet und wie es Google AI Mode SEO verändert
GEO (Generative Engine Optimization) beschreibt die Disziplin, Inhalte und Markenauftritte so zu gestalten, dass sie von generativen KI-Systemen, also ChatGPT, Google AI Mode oder Perplexity, als relevante Quellen erkannt und zitiert werden. Wer Google AI Mode SEO ignoriert, überlässt das Feld anderen. Es geht weniger um Keyword-Rankings als um Markenpositionierung, Messaging und die Steuerung des digitalen Markenbilds.
„SEO muss wieder mehr in Richtung Business und klassisches Marketing gehen. Du entwickelst deine Marketingstrategie basierend auf Customer Profiles und Buying Personas – und erstellst damit Content.“
— Jannik Lindner
Konkrete Ansätze für die GEO-Positionierung:
– Markenwahrnehmung auf Reddit, Foren und Bewertungsplattformen systematisch analysieren
– Digital PR aktiv betreiben, um in KI-Trainingsdaten und Empfehlungsquellen vertreten zu sein
– Buying Personas definieren und Content konsequent auf deren Entscheidungsreise ausrichten
– Messbare Business-Outcomes statt reiner Traffic-Kennzahlen im Reporting etablieren
Marktentwicklung: Was in den nächsten Jahren entscheidend sein wird
Janniks Einschätzung der Zukunft ist nüchtern, aber realistisch. Und er warnt klar vor falscher Sicherheit:
„Bei KI-Projekten kannst du jetzt nicht hingehen und sagen, wie sehen die nächsten zehn Jahre aus. Du hast ein Zeitfenster, in dem das funktioniert – kann mehr sein, kann weniger sein.“
— Jannik Lindner
Das bedeutet nicht Pessimismus, sondern Agilität. Die Affiliate-Marketing-Zukunft und die Zukunft von KI im Content Marketing hängen gleichermaßen davon ab, wie flexibel Marketer reagieren.
Die zwei Richtungen, in die sich SEO entwickeln wird:
- Technisch-automatisiert: KI-Workflows für Produkttexte, automatisierte Content-Updates, technische Qualitätssicherung
- Kreativ-strategisch: Markenentwicklung, Content-Formate für Social Media, Personas-basiertes Marketing, Community-Aufbau
„Man muss sich entscheiden: eher technischer, Workflows automatisieren – oder eher in Richtung kreatives Marketing. Beides wird gebraucht.“
— Jannik Lindner
Key Takeaways
- KI im Content Marketing ist kein Trend, sondern eine strukturelle Verschiebung: Wer sie ignoriert, verliert dauerhaft Sichtbarkeit und Einnahmen.
- KI generierter Content ohne echte Expertise differenziert nicht mehr. Qualität und Originalität schlagen Masse.
- Affiliate-Marketing-Zukunft liegt in Nischen-Expertise, Community-Bindung und Geschäftsmodellen jenseits reiner Werbeeinnahmen.
- KI und SEO müssen zusammengedacht werden. GEO ergänzt klassisches SEO, ersetzt es aber nicht vollständig.
- Google AI Mode SEO verändert, wie Inhalte gefunden werden. Wer jetzt in Markenpositionierung investiert, profitiert langfristig.
- Vibe-Coding senkt die Einstiegshürde in die Software-Entwicklung erheblich. Marketing-Know-how wird zum technischen Wettbewerbsvorteil.
- KI-Einführung beginnt mit kleinen Schritten und scheitert meistens nicht an der Technologie, sondern am fehlenden internen Impuls.
Fazit
Mein Gespräch mit Jannik war ein ehrliches Spiegelbild dessen, was gerade im digitalen Marketing passiert. Alte Gewissheiten lösen sich auf, neue Chancen entstehen, aber nur für die, die bereit sind, ihr Denken und ihr Angebot grundlegend zu überdenken.
KI im Content Marketing ist keine optionale Ergänzung mehr, sondern der zentrale Treiber des Wandels. Klassisches Affiliate-Publishing, generischer SEO-Content, reines Traffic-Reporting: All das steht unter massivem Druck. Wer mit strategischem Marketing-Denken und der Bereitschaft zum Umlernen in diesen Wandel geht, findet mehr Möglichkeiten als je zuvor.
Die wichtigste Botschaft: Es geht nicht darum, das perfekte neue Modell sofort zu finden. Es geht darum, neugierig zu bleiben, schnell zu testen, und nicht zu warten, bis der Wandel einen zwingt. Hör dir die Folge an, wenn du dich mit SEO oder Content Marketing beschäftigst.
Jetzt handeln:
Überprüfe dein aktuelles Content- und SEO-Modell: Welche Einnahmen hängen ausschließlich von organischem Traffic ab? Gibt es ein Geschäftsmodell dahinter, oder nur Werbefläche? Und: Hast du intern jemanden, der KI-Chancen proaktiv auf die Agenda setzt? Wenn nicht, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, damit anzufangen.
FAQ: KI im Content Marketing, SEO und Affiliate
1. Was bedeutet KI im Content Marketing konkret für meinen Betrieb?
KI im Content Marketing verändert, wie Inhalte produziert, verbreitet und gefunden werden. Praktisch heißt das: KI-Tools übernehmen das Vorproduzieren von Texten, automatisieren Content-Updates und analysieren Nutzerverhalten. Für Publisher bedeutet es außerdem, dass informationaler Content allein nicht mehr ausreicht. Echte Expertise, Primärquellen und originäre Perspektiven werden zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal.
2. Ist Affiliate-Marketing als Geschäftsmodell wirklich tot, wie sieht die Affiliate-Marketing-Zukunft aus?
Nicht vollständig. Aber die Affiliate-Marketing-Zukunft gehört nicht dem klassischen Modell, bei dem generischer SEO-Content über Google-Rankings Einnahmen generiert. Nischen mit echter Expertise, starker Community-Bindung und einem Geschäftsmodell jenseits reiner Werbeeinnahmen können weiterhin erfolgreich sein. Memberships, exklusive Daten und redaktionelle Kooperationen sind vielversprechendere Alternativen.
3. Wie verändert KI und SEO die Suchmaschinenoptimierung grundlegend?
Das Zusammenspiel von KI und SEO verschiebt den Fokus von Keyword-Rankings hin zu Markenpositionierung und Quellenglaubwürdigkeit. Wer von KI-Systemen wie ChatGPT oder Google AI Mode als relevante Quelle zitiert werden will, muss konsequent in Digital PR, Community-Aufbau und inhaltliche Tiefe investieren, statt ausschließlich in technische On-Page-Optimierung.
4. Was ist KI generierter Content, und wann funktioniert er, wann nicht?
KI generierter Content bezeichnet Texte, Bilder oder andere Medien, die automatisch durch KI-Modelle erzeugt werden. Er funktioniert gut für skalierbare Aufgaben wie Produktbeschreibungen, erste Textentwürfe oder Content-Updates. Er scheitert, wenn echte Expertise, persönliche Erfahrung oder exklusive Daten gefragt sind, genau das, was KI nicht replizieren kann.
5. Was bedeutet Google AI Mode SEO, und wie bereite ich mich darauf vor?
Google AI Mode SEO beschreibt die Optimierung für Googles KI-gestützte Suchergebnisse, in denen generierte Antworten direkte Klicks ersetzen. Vorbereitung bedeutet: klares Markenmessaging, konsistente Präsenz auf externen Plattformen (Reddit, Fachportale, Bewertungsseiten), strukturierte Daten und Content, der konkrete Nutzerfragen direkt beantwortet. GEO, also Generative Engine Optimization, ist der strategische Rahmen dafür.
6. Wie führe ich KI sinnvoll in meinem Unternehmen ein, ohne den Datenschutz zu gefährden?
Der pragmatische Einstieg: Teste KI-Tools mit anonymisierten oder fiktiven Daten. Ersetze echte Kundennamen durch Platzhalter, bevor du Transkripte oder Kundendaten eingibst. Wenn produktive Workflows gefunden sind, können DSGVO-konforme Lösungen wie lokal gehostete Sprachmodelle eingebunden werden. Datenschutz sollte eine Leitplanke sein, kein Stopper.
Dieser Artikel basiert auf der Podcast-Episode „F11: SEO, KI & Affiliate: Warum viele Publisher jetzt Probleme bekommen“ mit Jannik Lindner, erschienen im Podcast „Behind the Scenes in Marketing“ von Antonio Blago. Die Originalfolge ist auf YouTube verfügbar: Zur Podcast-Episode. Mehr von Jannik Lindner gibt es auf jannik-lindner.de.


